Das neue Registrierkassenpaket im Überblick: weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung
In der Bundesregierung wurde Ende letzten Jahres ein neues Registrierkassen-Paket für Österreich verabschiedet. Dieses soll einen weiteren Schritt Richtung Digitalisierung und Entbürokratisierung setzen. Die beschlossenen Maßnahmen sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen spürbar entlasten und den betrieblichen Alltag vereinfachen. Im Fokus stehen dabei mehr Flexibilität, weniger Zettelwirtschaft und klare rechtliche Rahmenbedingungen.

Digitale Belege: Schluss mit der Zettelwirtschaft
Ein wichtiger Bestandteil des neuen Registrierkassen-Pakets: Ab dem 1. Oktober 2026 kann der digitale Beleg als Alternative zum klassischen Papierbeleg genutzt werden. Händler:innen dürfen ihre Belegerteilungspflicht künftig auch digital erfüllen, etwa über einen QR-Code oder einen Downloadlink. Die Nutzung bleibt freiwillig: Betriebe sind nicht verpflichtet, digitale Belege anzubieten, und Kund:innen können weiterhin einen gedruckten Beleg verlangen. Dadurch wird nicht nur die Zettelwirtschaft reduziert, sondern auch der Papierverbrauch nachhaltig gesenkt, ohne neue Verpflichtungen zu schaffen.
Innovative Lösungen für Registrierkassa & Payment
Gerade vor dem Hintergrund der gesetzlichen Erleichterungen bieten sich für Betriebe innovative und moderne Lösungen an. Genius von Global Payments ist eine All-in-One-Lösung, die Registrierkassa und Bezahlterminal in einem Gerät vereint und dabei alle bisherigen rechtlichen Anforderungen und jene des Registrierkassenpakets in Österreich erfüllt. Händler:innen profitieren von der einfachen Bedienung des POS-Terminals und von zusätzlichen Funktionen:
- Wertvolle Analysen: automatische Erfassung eigener Kundendaten und statistische Prüfungen.
- Flexible Zahlungsabwicklung: Akzeptanz von Bargeld, kontaktlosen Zahlungen, Kreditkarten, Gutscheinen und weiteren Zahlungsarten.
Mehr Spielraum für mobile und saisonale Betriebe
Auch Betriebe, die ihre Umsätze überwiegend im Freien erzielen, profitieren durch das neue Registrierkassen-Pakets. Die sogenannte „Kalte-Hände-Regelung“ wird gelockert: Die Umsatzgrenze lag bisher bei 30.000 Euro, seit 1. Jänner beträgt sie 45.000 Euro. Die Änderung ermöglicht mehr Spielraum für Markthändler:innen und bedeutet weniger administrativen Aufwand – insbesondere für kleine und saisonale Betriebe. Da derartige Unternehmen geschäftlich viel unterwegs sind, bieten sich flexible und mobile Zahlungslösungen an. Die App GP tom verwandelt jedes Smartphone in ein vollwertiges Bezahlterminal und auch Genius ist als App-Version erhältlich.
Vereinfachte Verkaufserfassung für Kleinbetriebe
Ein weiterer wesentlicher Punkt des Registrierkassenpakets in Österreich ist die dauerhafte Verankerung der sogenannten 15-Warengruppenregelung. Kleinbetriebe mit geringerem Umsatz können ihre Verkäufe vereinfacht erfassen, indem sie Einnahmen nicht einzeln verbuchen müssen, sondern maximal 15 Warengruppen zuordnen. Die Regelung trägt aktiv zur Entbürokratisierung und zur Rechtssicherheit heimischer Handelsbetriebe bei.
Zukunftssichere Chancen für den Handel
Finanzstaatssekretärin Eibinger-Miedl betont den praktischen Nutzen des Maßnahmenpakets: „Wir werden dadurch die Chancen der Digitalisierung noch besser nutzen können." Das neue Registrierkassenpaket zeigt, dass moderne Lösungen und praxisnahe Regelungen Hand in Hand gehen können. Mit zukunftssicheren Produkten gelingt der Schritt in Richtung Digitalisierung noch leichter. Für viele Betriebe bedeutet es mehr Flexibilität im Tagesgeschäft, weniger administrativen Aufwand und eine klare Orientierung für die Zukunft.
Beleglotterie ab Oktober 2026
Ab 01.10.2026 soll außerdem eine Beleglotterie kommen. Was auf den ersten Blick sehr kurios klingt, ist in einigen anderen Ländern bereits im Einsatz. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Mitnahme von Belegen (vor allem digitale Belege) zu fördern. Für Sie als Händler:in ändert sich damit wenig, aber Sie müssen damit rechnen, dass mehr Kund:innen ab diesem Zeitpunkt nach einem Beleg fragen. Insgesamt steht ein Budget von 4 Millionen Euro für Gewinner:innen der Lotterie zur Verfügung. Endkunden haben die Möglichkeit, die Belege mithilfe der FinanzOnline-App FON+ einzureichen. Anschließend kommt es zu einer Ziehung mit zufälligen Gewinnern.
Quelle Zitat: "Wir werden dadurch die Chancen der Digitalisierung noch besser nutzen können."
